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[Allgemein] 3D Druckbegriffe
#1
Lightbulb 
Warping:
Mit warping wird das, teilweise, ablösen des Bauteils vom Druckbett während des druckens bezeichnet.
Warping entsteht durch auftretende Spannungen innerhalb des Bauteils beim abkühlen.
In der Regel sind hier scharfe Kanten eher betroffen als Kurven/Kreise.
ABS neigt eher zum warping als PLA.
Abhilfe:
  • Temperaturen so weit wie möglich runter
  • "Mausohren" unter die Ecken legen
  • Raft
  • Brim
  • Vernünftiges Wink Druckbett benutzen -> Pertinax oder FR4

Raft:
Raft ist ein horizontales Netzwerk, dass unter das zu druckende Bauteil gedruckt wird.
Die Hauptaufgaben vom Raft sind:
  • Eine bessere Betthaftung zu erzeugen (Brim ist hier besser) = Warping verhindern
  • Bei kleinen Objekten eine grössere Anfangsdruckfläche zu erzeugen.
  • Evtl. unebenheiten im Druckbett auszugleichen

Skirt:
Skirt ist eine, oder besser mehrere, Linien die um das Druckobjekt herum gedruckt werden.
Da der Skirt zuerst gedruckt wird, hat er die Funktion, dass die Düse befüllt ist und ein konstanter Fluss gewährleistet wird.

Brim:
Brim ist eine angepasste Variante vom Skirt. Allerdings ist der direkt mit dem Bauteil verbunden.
Zusätzlich zu der Funktion des befüllens der Düse, sorgt Brim auch für eine bessere Haftung des Bauteils an der Druckplatte. = Warping verhindern

Skirt und Brim eignen sich auch Hervorragend für kleinere Justagen am Druckbett während des druckens.

Support:
Support dient dazu Überhänge des Bauteils durch eine Stützstrucktur zu "Untermauern". Für gewöhnlich ist Support erst ab einen Überhang von mehr als 45° nötig.
Der Support kann in der Regel sehr einfach vom Bauteil gelöst werden.

Extruder:
Der Extruder ist das Bauteil vor dem Steppermotor der das Filament transportiert.
Hier gibt es verschiedene Ausführungen wie z.B. Bowden oder Direct feed.

Direct feed Extruder:
Dieser Extruder sitz direkt mit auf dem Schlitten vom Druckkopft und transportiert das Filament direkt durch die Thermal Schraube (HotEnd Screw) in die Düse.

Bowden Extruder:
Dieser Extruder sitzt nicht mit auf dem Druckschlitten. In der Regel ist er zusammen mit dem Steppermotor hinten am Gehäuse angebracht.
Die Filamentzuführung zur Thermal Schraube (HotEnd Screw) erfolgt in der Regel durch einen PTFE Schlauch.
Der Vorteil hier ist das verringerte Gewicht auf dem bewegten Druckkopfschlitten.
Der Nachteil ist, dass das Drucken mit flexiblen Filamenten schwieriger wird.

Hotend Screw (Heatbreak)

Das Heatbreak dient zur thermischen Trennung des Heatblocks, in dem die Düse, die Heizpatrone und der Temperaturfühler (Je nach Drucker Thermocouple oder Thermistor) sitzen. Der untere Teil ist Teil der Schmelzzone, darüber befindet sich außen eine Ringnut, die die Wärmeübertragung auf den oberen Teil hemmt bzw. unterbricht (=break).
Es gibt verschiedene Ausführungen, wie z.B. full metal oder mit Inliner. Der Inliner ist (bei 1.75-er Filament) ein 3x2mm Teflonröhrchen.
Zudem sitzt der obere Teil eines Heatbreaks IMMER in einem Kühlkörper, um das zugeführte Filament vor dem vorzeitigen erweichen zu schützen.
Beim CTC und ähnlichen ist dies ein Vierkant-Alustück mit aufgeschraubten Lamellenkühlkörpern, bei anderen wie z.B. der E3D ist dies ein runder Alu-Lamellenkörper.

BOM
Bill Off Materials = Materialliste
Wird in der Regel beim Eigenbau oder DIY Kits verwendet.

Auflösung / Schichthöhe
Dicke der einzelnen Filamentschichten beim Druckteil

CAD (Computer-Aided Design)
Diese Programme erlauben es 3D-Modelle am PC zu erstellen

Druckbett
Dies ist die Platte auf der das Druckteil aufgebaut wird, gibt es auch in beheizter Ausführung

Druckdauer
Die Zeit, die ein (oder mehrere) Druckteile vom Anfang des Druckes bis zur Fertigstellung benötigen

Druckgeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit womit das Filament ausgegeben wird, je schneller desto kürzer ist die Druckdauer

Filament
Die Bezeichnung für das verwendete Material, dies ist entweder Kunststoff (z.b. ABS, PLA etc.) oder verschiedenste Materialien (Holz, Kupferstaub etc.) die mit Kunststoff als Bindemittel verbunden sind.

Infill
Die Füllungsstruktur in den Hohlräumen der Druckteile (0-1 oder in Prozent)

Wandstärke / Perimeter
Die Dicke der Außenwand des Druckteils, muss proportional zur Düse sein

Retract:

Das (tlw. ruckartige) Zurückziehen des Filaments aus der Düse, um Fadenbildung oder ungewolltes Austreten ("Kleckern", Ooze) zu vermeiden. Wird häufig im Zusammenspiel mit Z-Hopping eingesetzt.

Z-Hopping:

Kurzes Abheben des Druckkopfs vor einer seitlichen Bewegung, um ein Mitreissen, Verschieben oder Verkratzen des Druckobjekts zu verhindern.

Danke an Gountled, At-M, ChrisB. Thumb up



Extruder
Hotend
Hotend Screw
Heatbreak
Heater Block
Nozzle/Düse
Support
Thermistor
Thermocouple
Bowden
Direct Feed
Direct Drive
Wade
 
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#2
Mal der Versuch ein paar Begriffe zu erklären:

Warping:
Mit warping wird das, teilweise, ablösen des Bauteils vom Druckbett während des druckens bezeichnet.
Warping entsteht durch auftretende Spannungen innerhalb des Bauteils beim abkühlen.
In der Regel sind hier scharfe Kanten eher betroffen als Kurven/Kreise.
ABS neigt eher zum warping als PLA.
Abhilfe:
  • Temperaturen so weit wie möglich runter
  • "Mausohren" unter die Ecken legen
  • Raft
  • Brim
  • Vernünftiges Wink Druckbett benutzen -> Pertinax oder FR4

Raft:
Raft ist ein horizontales Netzwerk, dass unter das zu druckende Bauteil gedruckt wird.
Die Hauptaufgaben vom Raft sind:
  • Eine bessere Betthaftung zu erzeugen (Brim ist hier besser) = Warping verhindern
  • Bei kleinen Objekten eine grössere Anfangsdruckfläche zu erzeugen.
  • Evtl. unebenheiten im Druckbett auszugleichen

Skirt:
Skirt ist eine, oder besser mehrere, Linien die um das Druckobjekt herum gedruckt werden.
Da der Skirt zuerst gedruckt wird, hat er die Funktion, dass die Düse befüllt ist und ein konstanter Fluss gewährleistet wird.

Brim:
Brim ist eine angepasste Variante vom Skirt. Allerdings ist der direkt mit dem Bauteil verbunden.
Zusätzlich zu der Funktion des befüllens der Düse, sorgt Brim auch für eine bessere Haftung des Bauteils an der Druckplatte. = Warping verhindern

Skirt und Brim eignen sich auch Hervorragend für kleinere Justagen am Druckbett während des druckens.

Support:
Support dient dazu Überhänge des Bauteils durch eine Stützstrucktur zu "Untermauern". Für gewöhnlich ist Support erst ab einen Überhang von mehr als 45° nötig.
Der Support kann in der Regel sehr einfach vom Bauteil gelöst werden.

Extruder:
Der Extruder ist das Bauteil vor dem Steppermotor der das Filament transportiert.
Hier gibt es verschiedene Ausführungen wie z.B. Bowden oder Direct feed.

Direct feed Extruder:
Dieser Extruder sitz direkt mit auf dem Schlitten vom Druckkopft und transportiert das Filament direkt durch die Thermal Schraube (HotEnd Screw) in die Düse.

Bowden Extruder:
Dieser Extruder sitzt nicht mit auf dem Druckschlitten. In der Regel ist er zusammen mit dem Steppermotor hinten am Gehäuse angebracht.
Die Filamentzuführung zur Thermal Schraube (HotEnd Screw) erfolgt in der Regel durch einen PTFE Schlauch.
Der Vorteil hier ist das verringerte Gewicht auf dem bewegten Druckkopfschlitten.
Der Nachteil ist, dass das Drucken mit flexiblen Filamenten schwieriger wird.

Hotend Screw (Heatbreak)

Das Heatbreak dient zur thermischen Trennung des Heatblocks, in dem die Düse, die Heizpatrone und der Temperaturfühler (Je nach Drucker Thermocouple oder Thermistor) sitzen. Der untere Teil ist Teil der Schmelzzone, darüber befindet sich außen eine Ringnut, die die Wärmeübertragung auf den oberen Teil hemmt bzw. unterbricht (=break).
Es gibt verschiedene Ausführungen, wie z.B. full metal oder mit Inliner. Der Inliner ist (bei 1.75-er Filament) ein 3x2mm Teflonröhrchen.
Zudem sitzt der obere Teil eines Heatbreaks IMMER in einem Kühlkörper, um das zugeführte Filament vor dem vorzeitigen erweichen zu schützen.
Beim CTC und ähnlichen ist dies ein Vierkant-Alustück mit aufgeschraubten Lamellenkühlkörpern, bei anderen wie z.B. der E3D ist dies ein runder Alu-Lamellenkörper.

BOM
Bill Off Materials = Materialliste
Wird in der Regel beim Eigenbau oder DIY Kits verwendet.

Angaben von At-M:

Auflösung / Schichthöhe
Dicke der einzelnen Filamentschichten beim Druckteil

CAD (Computer-Aided Design)
Diese Programme erlauben es 3D-Modelle am PC zu erstellen

Druckbett
Dies ist die Platte auf der das Druckteil aufgebaut wird, gibt es auch in beheizter Ausführung

Druckdauer
Die Zeit, die ein (oder mehrere) Druckteile vom Anfang des Druckes bis zur Fertigstellung benötigen

Druckgeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit womit das Filament ausgegeben wird, je schneller desto kürzer ist die Druckdauer

Filament
Die Bezeichnung für das verwendete Material, dies ist entweder Kunststoff (z.b. ABS, PLA etc.) oder verschiedenste Materialien (Holz, Kupferstaub etc.) die mit Kunststoff als Bindemittel verbunden sind.

Infill
Die Füllungsstruktur in den Hohlräumen der Druckteile (0-1 oder in Prozent)

Wandstärke / Perimeter
Die Dicke der Außenwand des Druckteils, muss proportional zur Düse sein
 
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#3
Leider hier keine Bearbeitungsrechte, evtl sollte der Glossarthread entfernt werden bzw backlink hierzu geben.

Auflösung / Schichthöhe
Dicke der einzelnen Filamentschichten beim Druckteil

CAD (Computer-Aided Design)
Diese Programme erlauben es 3D-Modelle am PC zu erstellen

Druckbett
Dies ist die Platte auf der das Druckteil aufgebaut wird, gibt es auch in beheizter Ausführung

Druckdauer
Die Zeit, die ein (oder mehrere) Druckteile vom Anfang des Druckes bis zur Fertigstellung benötigen

Druckgeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit womit das Filament ausgegeben wird, je schneller desto kürzer ist die Druckdauer

Filament
Die Bezeichnung für das verwendete Material, dies ist entweder Kunststoff (z.b. ABS, PLA etc.) oder verschiedenste Materialien (Holz, Kupferstaub etc.) die mit Kunststoff als Bindemittel verbunden sind.

Infill
Die Füllungsstruktur in den Hohlräumen der Druckteile (0-1 oder in Prozent)

Wandstärke / Perimeter
Die Dicke der Außenwand des Druckteils, muss proportional zur Düse sein
 
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#4
Retract:

Das (tlw. ruckartige) Zurückziehen des Filaments aus der Düse, um Fadenbildung oder ungewolltes Austreten ("Kleckern", Ooze) zu vermeiden. Wird häufig im Zusammenspiel mit Z-Hopping eingesetzt.

Z-Hopping:

Kurzes Abheben des Druckkopfs vor einer seitlichen Bewegung, um ein Mitreissen, Verschieben oder Verkratzen des Druckobjekts zu verhindern.
Gruß
Chris                    

Leuten, welche die ganze Hand nehmen, wenn man ihnen den kleinen Finger gibt,
sollte man nicht die Stirn bieten...


Meine Drucker:
MKC 4.1 mit Beta-Teilen vom MK2 auf X und Y, MKS SBase 1.3, Smoothieware
MKC MK2, RADDS 1.5 + RAPS 128 + TMC2100 (E) , Repetier 0.92.9
3DDC-Core (beta), MKS Gen 1.4 + TMC2100 (X+Y) + DRV8825, Marlin RC7



 
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