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Delta Kossel - Kalibration/Firmware/FRS
#1
Guten Tag,

ich bin neu hier im Forum und im 3D-Druck und dann mit einem preiswertem Gerät aus China (Anycubic K1) - und ich sehe jetzt schon viele die Augenbraue hochziehen, aber ich muss doch nach Hilfe fragen.

Also:

Der Drucker läuft mechanisch scheinbar gut, aber meine Drucke gingen bis jetzt alle schief - mit schief meine ich, dass sie verzogen waren, zu einer Seite sehr viel flacher, je mehr ich an den Rand gekommen bin. Klar ein Problem der Kalibrierung.

Bei all meinen Kalibrierungsversuchen bin ich bis jetzt nicht viel weiter gekommen.
Der ablauf war immer so, wie der Hersteller es auch Youtube veröffentlicht hat:

zuerst die Z-Null position mit dem Programm "Pronterface" langsam ansteuern, dann bis 0,1 mm das Hotend weiter nach unten fahren und dir Variable: MANUAL_Z_HOME_POS auf den rechtigen Wert (Höhe ganz oben bis zum Druckbett) ausrechen und verändern: 288.58 ist dieser bei mir.

Dann die jeweiligen Pfeiler auf dem äußeren Druckkreis ansteunern und hier mit den Schrauben die oben auf die EndStopps drücken, die Höhe nachstellen. Mein großes Problem: sobald ich an einem Ende eine Schraube verstelle, stimmt es für die anderen Enden die ich vielleicht gerade eingestellt hatte und für die Mitte auch nicht mehr.

Meine Firmware schein "Marlin" zu sein. Ich habe ein gutes Tutorial mit nutzung von "EEPROM" in einem anderen Forum gefunden, jedoch läuft dieses unter einer anderen Firmware "Repetier" - versuche ich die Firmware zu installieren (nachdem ich versuche ungefähr die richtigen Druckerdaten hier einzusetzen) wirft mir Arduino eine Fehlermeldung raus - wahrscheinlich ein Schreibfehler in der Firmware(?) - keine Ahnung.

Ich habe jetzt mitbekommen, dass die Endstops oben beim "homing" irgend welche Daten in den Drucker geben die ich in dem Programm "Pronterface" zum beispiel hier lesen konnte: "echo:endstops hit:  X:0.01 Y:0.01 Z:4.59"

Auch gibt es das Autolevelung mit FSR, was ja auch irgendwie Daten Sammelt, und diese dann in irgend welche Variablen speichert.

Das FSR will ich mir noch zulegen, jedoch muss es doch möglich sein, anstelle des FSR diese Variabeln schon zu beschreiben. Kann mir jemand sagen, in welchen Variabeln "Marlin" diese Werte speichert - und, damit es auch wirklich ICH verstehe, so richtig schön einfach erklärt?

Auch ist mir nicht so richtig klar, was das EEPROM macht, oder wie es sich "einmischt", wie es funktioniert und mit welchem Programm man das EEPROM beschreibt - selbst per Hand oder automatisch über die FSR-Sensoren.

Huh Huh Huh
 
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#2
Hallo,

erstmal herzlich Willkommen im Forum...Smile Smile Smile

Dann zu Deinem Problem..laß Die Firmware erstmal in Ruhe wenn Du so etwas noch nicht gemacht hast.

Zeig mal ein paar bilder von Deinem Problem und die Druckeinstellungen dazu.

Gruß Edwin
Für den Fall daß mein Drucker nicht so wie ich will steht immer ein großer Hammer als Drohung daneben.... Devil
3D-Druck läßt sich ungefähr so gut erklären wie die Eiweißverlagerung des Maikäfers in der Rechtskurve.... Angel
 
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#3
Welche Firmware hast den drauf?

Beim Justieren des Bretts erst mal nur die äußeren Stellen Justieren (bei falschen settings (Rod_Length z.b.) stimmt die Z höhe aussen und in der mitte nicht überein).

Achja und natürlich willkommen Smile
 
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#4
Vielen Dank für das herzliche Willkommen.

Ich habe mal alles wie ein Protokoll zusammengefasst:

Ich denke mal, dass meine Firmware von "Marlin" ist. Welche Version ich hier habe, ist mir auf dem ersten Blick nicht bekannt. Sie wurde auch in China bearbeitet und ich hier original für diesen Drucker erstellt worden.

Einstellungen die ich bis jetzt vorgenommen habe:

a) Wie vom Hersteller vorgeschlagen, die Anpassung der Variable "MANUAL_Z_HOME_POS" in Configuration.h
Code:
#define MANUAL_Z_HOME_POS 288.58 // 打印机归位时,喷嘴到平台的高度。For delta: Distance between nozzle and print surface after homing.

b) Aktivierung EEPROM durch "zurück-kommentieren" in Configuration.h
Code:
#define EEPROM_SETTINGS
#define EEPROM_CHITCHAT

c) Einstellung der Sprache auf dem Delta-Display in der Datei language.h
Code:
#define LANGUAGE_CHOICE 4
... und ein paar sprachliche Anpassungen wie "ä, ö, ü" in "ae, oe, ue", weil das Display die Umlaute nicht angezeigt hat.

Variablen die ich kenne und am Drucker nachgemessen und nicht verändert habe:
Code:
// Center-to-center distance of the holes in the diagonal push rods.
#define DELTA_DIAGONAL_ROD 217

und diese:
Code:
// Horizontal offset from middle of printer to smooth rod center.
#define DELTA_SMOOTH_ROD_OFFSET 151
// Horizontal offset of the universal joints on the end effector.
#define DELTA_EFFECTOR_OFFSET 22.5
// Horizontal offset of the universal joints on the carriages.
#define DELTA_CARRIAGE_OFFSET 22
// Print surface diameter/2 minus unreachable space (avoid collisions with vertical towers).
#define DELTA_PRINTABLE_RADIUS 75


Die Probleme die entstanden sind:

1. Druck
- Fehlversuch bei ca. 6 mm Druckhöhe
- ein 6cm x 3cm x 5cm hohes Objekt
- das Objekt löste sich vom Klebeband: das Objekt hat sich an einer Kante nach oben gebogen (wrap heist das?).

2. Druck
- gleiches Objekt wie 1
- neues Klebeband und Sprühkleber
- immernoch leichtes hochbiegen
- bei 85% Durck: Druckkopf stößt gegen das Objekt und schiebt es vom Tisch

3. Druck
- direkt auf Galsplatte nach händischer Kalibrierung
- Objekt: ringförmig angeordnet drei Stück "Druckbetthalterung für Kossel für FSR"
- Fehler unklar - Objekte sind zu einer Seite der Druckfläche viel schmaler gekrümmt. Dabei war die Unterseite nach oben gebogen und der Druckkopf wurde warscheinlich von der hochgebogenen Kante "zugedrückt" so dass nur noch minimal Filament aufgetragen wurde.

Bei allen Drucken ist mir aufgefallen, dass, wenn der Druckkopf ein ganze Fläche gefüllt hat, und dann der Druckkopf in der gleichen Höhe Z noch einmal über die Fläche fuhr um eine andere Ecke zu bedrucken, dass dann der Druckkopf hörbar auf der Ebene kratzt und einen "Strich" hinterläßt.

-------------------------------------------------
Meine Schlussfolgerung nach vielem Gesuche nach dem Problem:

1.) klären ob ein "warmes Druckbett" sicher stellen kann, dass der Druck sich nicht löst - oder ob es eine andere Möglichkeit gibt, damit der Druck fest auf der Fläche haftet.
STATUS - unklar

2.) eine genaue Kalibrierung sicherstellen (AKTUELL)

Da die Kalibrierung sehr aufwendig zu sein scheint, möchte ich hier gerne FSR nachrüsten. Hier ist mir aber nicht klar, in welchen Variablen die Einstellung erfolgt, amit der Drucker weis, wo sich das Druckbett befindet.
- Herausgefunden habe ich, dass es Variablen gibt, die über die Software die Höhe Z auf verschiedenen Punkten des Druckbetts definiert und dass die Schrauben die auf die EndStopps drücken scheinbar nicht gebraucht werden (oder nur für`s grobe)
- Herausgefunden habe ich, dass das EEPROM scheinbar eine Art "Zwischenspeicher" ist, wo der Ducker für sich selbst Druckdaten ablegen kann. - Ist aber unklar

Nächster Versuch: wenn ich weis, welche Variablen die Z-Höhe beeinflussen, will ich versuchen das per Hand einzutragen, was später das FSR automatisch machen soll.
Problem: ich weis nicht wo und wie das FSR welche Variable beschreibt
 
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#5
Hallo,

mit meiner Kalibrierung war ich leider noch nicht erfolgreich. Die Messungen dauern einfach zu lange. Immer wenn ich den Z-Level um einen Geringen Wert wie -0,05 ändere, bewegt sich der Drucker nicht messabar. Erst wenn ich mit G28 ganz nach oben gefahren bin, fährt er auch sauber die neue Einstellung an.

Daher will ich unbedingt eine automatische Erkennung nutzen, damit ich schnell in einem Makro alles durchmessen kann und schneller ein Bild bekomme, wie die Entfernungen zu vielen Punkten auf dem Druckbett sind.

Da ich nicht das Geld für teure FSR-Sensoren ausgeben will, wo ich doch noch nicht einmal genau weis, wie die Dinger angeschlossen werden und ich auch keine ausgedruckte Halterung für das FSR und meiner Glasplatte habe, versuche ich es mit einem Eigenbau.

Die Auto-Level-Messung braucht doch eigentlich nur einen Schalter. Jedoch birgt ein seperates Bauteil meiner Meinung nach wieder neue Stellen der Ungenauigkeit. Daher möchte ich versuchen direkt die Spitze des Hotend zum Messen zu nutzen. Da diese aus Metall ist möchte ich versuchen einen Messstrom durch das Hotend und einer Metallfäche auf dem Untergrund zu schicken.

Dafür habe ich aus einem 0,05mm dicken Streiben Metall einer Fühllehre und einem Metall, etwas Schnur, altes Kabel und Doppelklebeband das hier gebaut. Ich weis: es sieht doof aus, aber es erfüllt seinen Zweck. Wenn das Hotend 0,05mm über dem Glas des Druckbettes ist, gibt es einen messbaren Kurzschluss (also Schalter EIN):

   
dies ist eine Fühllehre

   
Mein Testaufbau: 1) ist der Anschluss des Kabels an dem 0,05mm-Metallstreifen der Fühllehre 2) ist der Anschluss des anderen Kabels oben am Hotend.

   
3) ist die Fühllehre wie sie um das Hotend gebogen ist 4) ist ein Kleiner Schwamm zur Isolierung und Fixierung.

   
Gier sieht man die zwei Zustände - einmal wie der Schaltkreis nicht geschlossen ist, wenn das Hotend über der Glasplatte ist, und darunter, wie der Schaltkreis geschlossen ist, genau wenn das Hotend 0,05mm über dem Druckbett steht.

Die zwei Enden des Kabels habe ich erst einmal auf Durchgangsprüfung an ein Multimeter angeschlossen.

Kennt jemand von euch ein Tutorial welches beschreibt, wo genau jetzt das Kabel auf dem Board angeschlossen werden muss, und wie ich die automatische Höhenprüfung machen kann?
 
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#6
Hast Du beim Anfahren der Positionen auch den F-Parameter für die Geschwindigkeit verwendet?
Dann geht es flott, also

z.B. G1 x57 y-33 z0 f2000

Sonst ist es nervend lahm - ich hatte damals auch hier nachgefragt, wie man das beschleunigen kann.
Ansonsten hatte ich im anderen Fred geschrieben, warum ich auf ein Autoleveling verzichte (mein Drucker hatte so was). Wenn es da was vernünftiges gibt, kann das sicher den Einstieg erleichtern. Auf Dauer braucht man es aber nicht oder selten.

Wichtig, bevor Du mit dem Einstellen beginnst.
1. Druckbett im rechten Winkel zu den Rods ausrichten
2. Endstop-Abstand möglichst gleich zum Bett einstellen
3. Die druckerspezifischen Werte in der Firmware kontrollieren (durch nachmessen). Wenn es grundsätlich stimmt, wrüde ich an den Herstellervorgaben zunächst mal nichts ändern - außer MANUAL_Z_HOME_POS  und später
DELTA_DIAGONAL_ROD natürlich.
4. Einstellen, wie beschrieben

Ah - und noch was: Vergsiss M666 - das kannst Du nehemn, macht es aber komplizierten. Ist für Endschalter ohne meschanische Einstellmöglichkeit gedacht. Verwende also erst mal nun die Einstellschrauben.

Dann sollten die ersten Drucke klappen und Du kannst mit dem Finetuning weitermachen.

Willie
 
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#7
Hallo,

Ich habe immer noch mit meinem Drucker zu tun, und habe auch noch nicht aufgegeben.

Hier den Stand der Dinge.

Meine elektronische Messung ist eine wesentliche Erleichterung! Sie ist nicht Automatisch, also mit dem Board verbunden, sondern mit dem Durchgangsprüfer meines Multimeters. So kann ich sehr schnell die Messung prüfen, ohne mit einem Blatt Papier zu schätzen ob das nun gut oder schlecht ist.

Da ich ein visueller Mensch bin, habe ich mir in Google Sheets eine Auswertungstabelle mit automatischer grafischer Anzeige hergestellt.
ich kenne mich nicht genau mit Google Sheets aus - also ob Ihr es auch nutzen könnt oder verbessern könnt. hier ist der Link zu dieser Tabelle mit meinen momentanen Messergebnissen:

https://goo.gl/tWSqwm

Ich habe auch eine grafische Erklärung von Fehlertypen beim Delta-Drucker gefunden, ("Calibration of Delta 3D Printers" http://boim.com/DeltaUtil/CalDoc/Calibration.html )welche ich aber aufgrund von fehlenden Profi-englisch-sprachkenntnissen nicht zu 100% verstehe. Ich versuche jetzt diese Grafiken mit meinem Messergebnis zu vergleichen und meinen Drucker dementsprechend anzupassen.
 
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#8
Zur Auswertungstabelle die ich erstellt habe:

https://goo.gl/tWSqwm

Sie ist leider sehr langsam! Vielleicht hat jemand eine bessere Idee zur grafischen Umsetzung?

Auf dem Tabellenblatt "Grafik" befinden sich 200 mal 200 gleich 40000 Pixel mit jeweils der Abfrage, ob ein Wert für diesen Pixel in den Messergebnissen vorhanden ist. Die Abfrage für jeden Pixel ist:

Code:
=IFERROR(QUERY(Daten!$U:$W;"select W where U ="&B$1&" and V="&$A2;1);"")

Vielleicht gibt es einen besseren Weg?
 
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